Lebensfreude Lövenich

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Zwischen den Zeiten

 

Zwischen den Zeiten,
so empfinde ich es gerade.

Zwischen den Zeiten
bangen und hoffen
der Virus, der immer
noch bedrängt, verängstigt, spaltet:
das Leben
den Alltag
die Freundschaft
die Zukunft.

Zwischen den Zeiten,
wo die Welt vielerorts
in Flammen steht,
das Klima kopfüber
Purzelbäume schlägt,
der Kommerz mit
der Vernunft ringt.
Die Jungen gegen
die ewig Gestrigen
auf die Straße gehen,
unser blauer Globus
immer mehr an Glanz
einbüßen wird.

Zwischen den Zeiten
das Alter annehmen,
sich manchmal von
Erinnerungen tragen lassen,
ohne, dass hier und jetzt
aus dem Blick zu verlieren,
zwischen den Zeiten.

Geweckt werden von den Strahlen der Sonne
Durch das Fenster weht mich ein
frischer Windstoß an
Weckt alle Lebensgeister
Der Herbst wirft sein erstes
buntes Band an die Lüfte
Mittags ziehen schon
erste graue Wolken auf
Verabschiedet sich der
Sommer heute
oder
bleibt uns noch ein wenig
von seinem Zauber
von seiner Leichtigkeit
auch von seiner Unberechenbarkeit
der Lebensfreude
der hellen Tage
Meine Zuversicht bleibt

Verstummen die Wälder,
ihr Grün weicht dem tristen
Braun verwelkter Blätter.
Der Boden verhärtet
abprallende Wasser
verschlammen, versickern nicht,
um Wurzeln zu tränken.
Die Natur, eine Kranke,
durch unsere Hände infiziert,
rächt sich unbarmherzig,
gerade eben
für versiegelte Flächen, Schadstoffe,
Raubbau
Gerade eben
Inferno
Tag um Tag

Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de

Ursula Sänger-Strüder

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